Stand: 2. Juli 2026
Der Sommer meint es ernst mit uns – und der Sand auch. Während die einen noch überlegen, ob sie ihre Sonnencreme wiederfinden, haben die Profis längst die ersten Titel unter sich ausgemacht. Zeit für einen Rundumschlag: von unserem Funkhaus in Köpenick über die deutschen Arenen bis in die Schweizer Berge. Schnappt euch ein kühles Getränk, hier kommt euer Beach-Update.

Berlin & Brandenburg: Die Hauptstadt tanzt im Sand
Wer im Juni am Funkhaus Beach in Köpenick war, hat große Momente erlebt. Die German Beach Tour gastierte gleich an zwei Wochenenden (4.–7. und 11.–14. Juni) in Berlin – und lieferte Drama, Überraschungen und jede Menge Gänsehaut unter Flutlicht.
Bei den Frauen sorgten Elena Beutel und Paula Schürholz für das Ausrufezeichen. Auf dem Weg zum Titel warfen sie im Viertelfinale ausgerechnet die topgesetzten Nationalspielerinnen Grüne/Ittlinger aus dem Turnier und behielten im Finale gegen Maidhof/Schwarz die Nerven: zweimal 22:20 – knapper geht’s kaum, spannender auch nicht.
Bei den Männern feierten Max Just und Lui Wüst ihren ersten gemeinsamen Titel auf der German Beach Tour. Souverän, abgeklärt, verdient. Für Dauergast Jannik Kühlborn hingegen hieß es erneut: bis ins Finale, aber nicht ganz oben – der zweite Platz als treuer Begleiter. Kopf hoch, das nächste Endspiel kommt bestimmt.
Und keine Sorge, liebe Lokalmatadoren: Namen wie Eric Stadie-Seeber, Nele Barber und Melanie Gernert sorgen dafür, dass Berlin und Brandenburg im nationalen Sand weiter kräftig mitmischen. Die Hauptstadt bleibt Beach-Land.

Deutschland: Die Tour rollt weiter – jetzt nach München
Die German Beach Tour 2026 fährt in diesem Jahr ein neues Konzept: acht Turnierstopps in vier Städten – Düsseldorf, Berlin, München und Hamburg – jeweils an Doppelwochenenden. Mehr Sand, mehr Matches, mehr Zuschauerplätze. Wir sagen: Bitte gern.
Ausgerechnet heute geht es weiter. Ab dem 2. Juli macht die Tour Station in München am Zentralen Hochschulsport – und wieder an zwei Wochenenden (2.–5. und 9.–12. Juli). Es geht um 20.000 Euro Preisgeld und wertvolle Punkte für die Rangliste. Denn jedes Ergebnis zählt auf dem Weg zum großen Saisonziel.
Apropos: Aus Düsseldorf ist noch eine schöne Geschichte in Erinnerung geblieben. Dort holten sich Nele Barber und Melanie Gernert beim zweiten Turnier sensationell den Sieg – ein Ausrufezeichen mit Berliner Beteiligung.
Das Saisonfinale steigt Ende August in Hamburg, ehe die Deutsche Meisterschaft vom 27.–30. August ihre Krone vergibt – und das erstmals in Dortmund. Ein Novum, auf das sich die ganze Szene freut.

Die Welt: Bergpanorama trifft Weltklasse in Gstaad
Während wir hier den Sand aus den Schuhen klopfen, spielt die Weltspitze gerade in den Schweizer Alpen. Beim Elite16 in Gstaad (1.–5. Juli) misst sich das Who’s who der Beach Pro Tour vor Postkartenkulisse – wobei das Turnier zum Redaktionsschluss noch in vollem Gange ist. Die Sieger stehen also noch nicht fest, die Spannung dafür umso mehr.
Mit dabei: Titelverteidigerin und Weltmeisterin Tina Graudina aus Lettland, die mit Teenager-Partnerin Liva Ebere ein neues Kapitel aufschlägt. Auch Routinier Ondrej Perusic ist zurück, diesmal an der Seite von Matyas Dzavoronok. Aus deutscher Sicht besonders spannend: Paris-2024-Silbermedaillengewinner Nils Ehlers gibt in Gstaad sein Saisondebüt auf der Beach Pro Tour, nachdem sein Partner Clemens Wickler mit hartnäckigen Schulterproblemen pausieren muss. Wir drücken die Daumen.
Und global? Zuvor hatten sich die Schwedinnen Holting Nilsson/Andersson an die Weltranglistenspitze gespielt – der Beweis, dass im Beachvolleyball die Karten jede Saison neu gemischt werden.

Und ihr? Statt nur zuzuschauen, könnt ihr selbst in den Sand – ganz ohne Weltranglistenpunkte, dafür mit jeder Menge Spaß. In unseren Beachvolleyball-Camps für Anfänger bringen wir euch Baggern, Pritschen und den perfekten Angriff bei. Vielleicht spielt ihr ja nächstes Jahr selbst unter Flutlicht am Funkhaus. Man weiß ja nie.
Bis zum nächsten Update – bleibt im Sand!